Unsere Projekte während der Reise
Impetus
In Mundum, das Motto unserer Reise, bedeutet "Schwung in die Welt".
Schwung bedeutet für uns in diesem Zusammenhang einerseits der Schwung
der Bewegungsenergie, ausgelöst durch das Radfahren und das energiegeladene
Lebensgefühl, das es mit sich bringt. Andererseits steht der Schwung auch
für Impuls, einen Anstoß geben für Veränderungen, indem wir durch die
Weitergabe unseres Wissens Verständnis wecken und Denkstrukturen zum Positiven verändern.
In
dem Sinne wollen unsere Erfahrungen und Erlebnisse von unterwegs
mit den Menschen zuhause teilen. Unsere Dokumentation, in der fast täglich
neue Seiten hinzukommen, soll vor ihren Augen Leben in den von uns besuchten
Ländern erwecken und sie von möglichen Vorurteilen befreien.
Den
Menschen unterwegs möchten wir unser Wissen weitergeben. Meistens geht
das schon in einem einfachen Gespräch.
Wir wollen diejenigen, die besessen sind von der Idee, nach
Europa zu gehen, desillusionieren und ihnen Alternativen zur Verbesserung
ihrer Lebensumstände zeigen. Das Wissen um eine mögliche Lösung
bringt vielleicht ihre eigene Kraft zur Entfaltung und treibt sie an, selbst eine
Veränderung ihrer individuellen Situation zu bewirken.
Sofern
sich die Gelegenheit ergibt, versucht Roland sein IT-Wissen
weiterzugeben. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei der
Freien Software und dem nicht kommerziellen GNU-Projekt.
Das in unserer Zeit so mächtige Werkzeug Internet hängt
grundlegend von Freier Software ab.
In vielen Entwicklungsländern wird
Internet fast nur auf Konsumentenbasis benutzt. Daß das
Wissen um seine Funktion frei zugänglich ist und man
mit wenig Geld einen großen Einfluß auf seine
Weiterentwicklung gewinnen kann, ist den meisten unbekannt.
Geplant
aber noch nicht realisiert ist die Dokumentation von kleinräumig
benutzten Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind. Für dieses
Projekt ist ein längerer Aufenthalt an einem Ort notwendig. Da in
Kamerun eine sehr hohe Sprachendichte gegeben ist, hatten wir
dort eine Aufnahme von Sprachdaten vorgesehen. Vielleicht ergibt
sich schon früher die Gelegenheit, eine Zeitlang in einem kleinen
endemischen Volkstamm zu leben und Informationen über ihre Lebensweise,
Kultur und Sprache festzuhalten.