
Unterwegs mit dem FahrradObwohl technisch und wirtschaftlich gesehen ein Globales Dorf, ist die Welt in Bezug auf Entfernungen doch ein relativ großer Raum. Das Fahrrad ist so gesehen ein langsames Fortbewegungsmittel. Mit dem Fahrrad reist man nicht von Punkt zu Punkt, um an einen gewissen Ort anzukommen, sondern man ist während der Fahrt jederzeit präsent. Man nimmt seine Umgebung wahr, riecht die Düfte der Wiesen, spürt den Wind und den Regen, tritt in Kontakt mit den Menschen, denen man unterwegs begegnet. Man ist nicht eingezwängt in undurchlässige Lederkombinationen und Kosmonautenschalen oder hermetische Blechkästen und umgibt sich nicht mit einer Geräuschkulisse, die die Natur ringsumher zum Verstummen bringt. Als Fahrradfahrer ist man Teil der Umwelt, die man durchfährt und wird so auch von den Menschen aufgenommen. Als Radfahrer ist man meist nicht Tourist in einem Land sondern Gast. Man wird unterwegs gegrüßt, von der Straße zu Familien nach Hause eingeladen. Autos und Motorräder sind Statussymbole, die vielen Menschen gerade in ärmeren Ländern vor Augen führen, was sie sich niemals werden leisten können. Sie bauen so eine zwischenmenschliche Distanz auf. Eine solche materielle Hürde ist bei Fahrradfahrern kaum vorhanden, in fast allen Ländern der Erde fährt man Rad.
|
Radreisen im WWW:
Reiseforen:Newsgroups:Sammlungen: |