Reiseverlauf
Unsere
Reise begann am 6. März 2004 in
Köln. Wir durchquerten
Deutschland in Richtung Osten und passierten
Tschechien,
Österreich und die
Slowakei. In
Ungarn fuhren wir am Balaton vorbei
in Richtung Süden, nach
Kroatien. Dort besuchten wir zuerst die
Auen der Sava in
Slavonien, dann die
Plitwitzer Seen und schließlich das mediterrane
Dalmatien.
Dazwischen legten wir einen Abstecher nach
Bosnien-Herzegowina ein.
Von
Dubrovnik setzten wir nach
Süditalien über, wo wir dem Stiefel weiter zur Spitze folgten. Wir querten
Sizilien entlang der Küste, machten einen Abstecher in die Berge und besuchten
Palermo.
Trapani war das Sprungbrett nach
Tunesien. Nachdem wir in
Tunis einen Monat lang vergeblich auf ein
Visum für Libyen gewartet hatten, besuchten wir die
Familie einer Freundin. Wir machten eine
Rundreise durch den Süden des Landes und kehrten nach
Tunis zurück. Auch jetzt hatten wir kein
Glück mit dem Visum für das Nachbarland. So ergriffen wir die Gelegenheit, mit einem
Frachtschiff, nach Haifa zu reisen.
Wir
besuchten geschichtsträchtige
Orte wie
Jerusalem,
Jericho
und
Bethlehem
und wurden Zeugen eines gegenwärtigen Apartheidssystems.
Von
Palästina und
Israel fuhren wir wieder mit einem Frachtschiff, diesmal nach
Zypern,
wo wir uns ein Visum für Syrien erhofften. Nachdem auch dies fehlschlug,
setzten wir vom besetzten
nördlichen Teil Zyperns in die
Türkei über. In
Ankara erhielten
wir das Visum für
Syrien. Wir besuchten
Kappadokkien und reisten entlang der
Mittelmeerküste nach
Aleppo. Wir verließen die
Stadt in Richtung des Euphrats, bogen aber bald wegen Gegenwinds gen Süden ab.
Auf dem Weg nach
Palmyra querten wir die
Wüste und lernten die
syrischen Beduinen kennen.
Von
Palmyra fuhren wir in eine der ältesten Städte der Welt,
Damaskus.
Auf dem Weg zur jordanischen Grenze besuchten wir das Amphitheater von
Bosra.
Über die Autobahn kamen wir zu der auf mehreren Hügeln erbauten Hauptstadt
Amman.
Ein starkes
Gefälle erschwerte uns den Abstieg ins Jordantal. Der Jordan brachte uns an das Ufer des
Toten Meeres. Von der tiefsten Depression
der Erde stiegen wir hoch auf den
Königweg, der sich wie eine Schlange über die Berggipfel
Jordaniens windet. Bunte Felsen und Zeugnisse einer alten Kultur erwarteten uns in
Petra.
Der Süden Jordaniens gehört der Wüste. Durch den
Wadi Rum
bahnten wir uns den Weg auf einsamen Schotterpisten des Nationalparks.
Von
Aqaba brachte uns ein Schiff auf die
Halbinsel Sinai. Wir wählten die Straße durch das
Gebirge. So durchquerten wir das Herz der Wüstenlandschaft und sahen Gedenkstätten
biblischer Geschehnisse, wie den Dornenbusch, aus dem Gott einst zu Moses gesprochen
haben soll. An der Westseite der Halbinsel fuhren wir unter den unbarmherzigen Strahlen der
Sonne nach Süden.
Von Sharm el-Sheikh gelangten wir wieder auf afrikanischen Boden.
Von Hurghada unternahmen wir einen Ausflug nach
Kairo und zu den
Pyramiden von Gizeh.
Danach ging unsere Reise weiter nach Süden. Wir nahmen uns Zeit, um die Altertümer Ägyptens in
Luxor und
Aswan zu besichtigen. Danach brachte uns wieder einmal ein Schiff in ein neues
Land, diesmal in den
Sudan.
Wadi Halfa,
Stadt der Nubier, ist heute die Stadt der Vergessenen. Die einstige Millionenstadt
wurde dem Nasser-See geopfert. Wir schoben unsere Räder
durch sandige Pisten, Asphaltstraßen gibt es hier nicht. Unendliche Weite umschloß uns auf
unserem Weg nach sengenden Strahlen der Sonne erschwerten das Vorankommen.
Fata Morganas begleiteten uns bis nach
Atbara. Sandstürme und die
sengenden Strahlen der Sonne erschwerten das Vorankommen.
Fata Morganas begleiteten uns bis nach
Khartoum. In der Stadt der Rassenvielfalt verweilten wir nur kurz. Südlich der Hauptstadt wurde das Land immer grüner. Bei
Gedaref war es von einem dichten Pflanzenteppich bedeckt. Wir überquerten die Grenze zu
Äthiopien und machten eine Pause in
Gonder. Dort erlebten wir das koptische Fest
Meskal und feierten
Roswithas Geburtstag. Bei stetem Wellenreiten kämpften wir uns über die von Chinesen
und Japanern erbaute Asphaltstraße nach
Addis Abeba.
Wegen
des abgelaufenen Visums machten wir mit Bus und Zug einen Ausflug nach
Harar und
Djibouti.
Eine mit Rindern beladene
Dhau brachte uns nach
Jemen. Wir besuchten alte und neue Handelsmetropolen. In
Taiz,
Mokha,
Aden,
Marib und
Sana'a, schlug man schon vor der Zeit von Königin Saba Weihrauch,
Myrre, Gewürze und andere Waren um. Wir staunten über die erhabenen Gebirgslandschaften und die alte jemenitische Kultur. Auf dem Rückweg durch Djibouti beeindruckte uns besonders der
Assal-See.
Wieder in Äthiopien fuhren wir mit LKWs durch den von tribalen Zwistigkeiten
heimgesuchten Westen nach
Awash. Wir machten eine Fotosafari im
Awash-Nationalpark und kehrten zu unseren
Fahrrädern nach Addis Abeba zurück.
In
Addis Abeba gingen uns eins nach dem anderen plötzlich der Computer und zwei Kameras kaputt, und wir mußten auf Ersatz aus Deutschland warten. Danach ging es runter in den
Ostafrikanischen Grabenbruch. In Shashemene kehrten wir wieder in die grüne Bergwelt
zurück. Erst hinter Konso gelangten wir in das Tiefland des Grabenbruchs, wo die farbenfreudigen Hamer zu Hause sind.
In Omorate begegneten wir den bei den Nachbarstämmen gefürchteten Galeb und setzten mit einem Boot auf die westliche Omoseite über. Dort begann das mühvolle Schieben durch eine flache, sandige Halbwüste.
Von
Todenyang in Kenia fuhren wir entlang des Jadesees durch das Land der traditionell lebenden Turkana.
Wir besuchten Lodwar, das Zentrum der Turkanaregion. Von Lokichar wählten wir eine
einsame Strecke über Lokori, um in den Süden zu gelangen. Von Marigat aus kletterten wir wieder hinauf in die Berge nach Eldoret.
Dort
konnten wir unsere Räder bei einem deutschen Missionarsehepaar unterbringen,
um eine Exkursion mit dem Auto nach
Nairobi
zu machen. Mit der
Eisenbahn
fuhren wir nach
Mombassa,
wo wir uns zwei Wochen am
Strand
gönnten. Danach
nahmen wir wie Kaufleute in früheren Zeiten eine Dhau nach
Sansibar.
Dort besuchten wir die legendäre Altstadt,
Stonetown
und den tropischen
Jozaniwald.
Über Dar Es Salaam ging es wieder in den Norden, nach Arusha. Von dort aus
unternahmen wir eine fünftägige Safari zum
Tarangire-Nationalpark,
zum
Ngorongoro-Krater
und zum
Natronsee,
wo wir den
Oldonyo-Lengai, den Berg
Gottes, wie ihn die Massai nennen, bestiegen.
Wir
kehrten zurück nach Eldoret und setzten unsere Reise mit den Rädern fort.
In Jinja besuchten wir die Quelle und die
Wasserfälle des Weißen Nils,
in
Kampala
verbrachten wir Weihnachten. Entlang der Mondberge fuhren wir gen Süden
und querten den Queen-Elisabeth-Nationalpark. Dann stiegen wir auf in die Bergwelt
Ruandas.
Ein
zweites Mal besuchten wir Tansania, diesmal im Westen. Über staubige Erdstraßen
gelangten wir nach
Kigoma
und querten mit der MS Liemba den
Tanganikasee.
In Mpulungu verließen wir den ostafrikanischen Grabenbruch fuhren auf schnurgeraden
Straßen über das nördliche Hochland Sambias.
In Livingstone besuchten wir die Viktoriafälle, die größten Wasserfälle
der Welt.
Danach machten wir einen Abstecher zum Chobe-Nationalpark in
Botsuana, bevor wir uns in den Elefanten reichen Caprivi-Streifen aufmachten.
Wir fuhren entlang des Kavangos bis zum Herzland der Buschleute, der
Kalahari.
Von
Windhuk aus unternahmen wir einen Ausflug an die Küste, zum Hafen von Walfischbucht und zu der deutschen Enklave an der Mündung des Swakop.
Wir besuchten die majestätischen Dünen von Sossusvlei und den Naukluft-Nationalpark. Im Richtersvelt überquerten wir die Grenze zu Südafrika und fuhren durch das sagenumwobene Gebiet der Diamantschürfer. Bei Steinkopf fuhr ein Autofahrer bei über 100 km/h in Rolands Anhänger. Wir ließen uns nach Kapstadt transportieren, wo die erste Etappe unserer Reise durch das Globale Dorf endete.